Cloud-Computing-Abend mit Werner Vogels, CTO Amazon

Zusammen mit der adesso AG habe ich über die Java Usergroup Berlin-Brandenburg einen Cloud-Computing-Abend mit dem Amazon CTO Dr. Werner Vogels organisieren können. Schwerpunkt des Abends wird natürlich Cloud-Computing sein, mit einem technischen Schwerpunkt auf Amazons neuestes Produkt Amazon Beanstalk.

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Journalismus und Datenvisualisierung

Ich habe in der Aufstellung der 10 besten Datenvisualisierungsprojekte des Jahres 2010 den sehr guten Film Journalism in the Age of Data gefunden, der von Geoff McGhee an der Standford Universität im Rahmen eines Stipendiums entstanden ist. McGhee zeigt darin, wie die heute zur Verfügung stehenden Daten von Journalisten zur Analyse und Vermittlung von Informationen genutzt werden können.

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Daten sammeln, Informationen visualisieren

Auf der Berlin Buzzwords hat mich im letzten Jahr vor allem der Vortrag What’s realy the Buzz… von Stefan Groschupf beeindruckt. Im Gegensatz zu den anderen, vor allem technisch ausgerichteten Vorträgen, hat Stefan ganz praktisch gezeigt, was heute im Bereich Massendatenverarbeitung möglich ist. Und das nicht nur für Unternehmen, sondern für jeden von uns, wenn wir auf freiverfügbare IaaS- und PaaS-Angebote zurückgreifen.

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Assignee in Jira nur über den Workflow steuern

Derzeit arbeite ich unter anderem an der Einführung von Atlassian Jira, das bei uns  Request Tracker und TestTrack ablösen soll. Bei der Festlegung der möglichen Workflows für die einzelnen Projekt war eine der Anforderungen, daß nur bestimmte Aktionen für für User in ausgewählten Gruppen oder Rollen möglich ist. Beispielsweise darf nur der Assignee einen Issue schließen oder an einen anderen User weiterreichen. Dabei kann es zu Problemen kommen, wenn sich die User nicht an den vorgegeben Workflow halten und die Issues frei zuweisen.

Das Problem

Ob ein User einen Issue einen anderen User weiterreichen kann, wird über das Recht Assign Issues im Permission Schema des jeweiligen Projektes festgelegt. Verfügt der User über das Recht, kann er den Issue sich selber oder einem beliebigen anderen User zuweisen. Das kollidiert natürlich mit einer Workflow-basierten Zuweisung von Issues. Außerdem kann es zu Problemen bei der Suche und in den Filterergebnissen führen, wenn auf Kombinationen aus Assignee und Status vertraut und zugegriffen wird, wie sie durch das Workflow-Schema vorgegeben werden. Und natürlich sind solche Fälle auch aufgetreten, bei denen User den Issue direkt einen Kollegen zur Weiterbearbeitung zugewiesen haben. Diese Issues verschwanden dann aus den vordefinierten Filtern und Dashboards, da sie nicht mehr den erwarteten Kriterien entsprachen.

Die Lösung

Lange habe ich gedacht, dieses Problem sei nicht lösbar, da ich davon ausging, nur mit dem Recht Assign Issues können bei einer Workflow-Transition der aktuelle User einen Assignee-Wechsel durchführen.
Testweise habe ich dann aber dieses Recht allen Rollen und Usern entzogen und festgestellt, daß über dieses Recht nur die Anzeige der Buttons für den Assignee-Wechsel geregelt wird, es aber davon unabhängig in den Workflows weiterhin möglich ist den Assignee eines Issues zu verändern.

Um das Zuweisen von Issues nur über den Workflow zu steuern, sind folgende Schritte notwendig:

  • Entziehen Sie allen Usern, Rollen und Gruppen das Recht Assign Issue im zugehörigen Permission Schema des Projektes.
  • Bestimmen Sie alle Transitionen in den Workflows des Projektes, in dem der Issue einen neuen Bearbeiter zugewiesen werden soll.
  • Legen Sie einen Screen mit dem Feld für den Assignee an und nutzen diesen Screen für die betroffenen Transitionen.

Ausgeklügeltere Möglichkeiten der Zuweisung von Issues eröffnen sich, wenn mit Custom Fields vom Typ User gearbeitet wird, die dem Projekt hinzugefügt werden. Dann können Benutzerangaben zwischen verschiedenen Feldern im Workflow hin- und herkopiert werden und so im Workflow so Dinge ermöglicht werden wie “Wechsle in den Status Waiting und weise den Issue dem letzten Bearbeiter im Status New zu”. Die hierfür während der Workflow-Transitionen auszuführenden Post-Functions gehen teilweise über die Standardfunktionalität von Jira hinaus und erfordern Plugins oder selbstgeschriebene Funktionen.

The ScrumBoard Cheat Sheet

Eine gute Schnellanleitung zum Aufbau eines Scrum Boards habe ich in Oliver Wehrens Blog maxheapsize.com gefunden. Auf einer A4-Seite, downladbar als PDF, wird ein guter und scheinbar bei der Berliner Hypoport erprobter Aufbau eines Scrum Boards beschrieben. Weitere Informationen können dazu bei maxheapsize.com gefunden werden.

Das ScrumBoard Cheat Sheet steht unter einer creative commons-Lizenz.

Das Software Engineering Blog.

Der König ist tot! Es lebe der König!

logbuch@freiheitsgrade tritt ab heute die Nachfolge des Software Engineering Blogs (SWE-Blog) an, auf dem ich im Mai 2008 begonnen habe einzelne Artikel in loser Folge zu den unterschiedlichsten Themen zu veröffentlichen.

Dabei war das SWE-Blog ursprünglich von mir nur als Plattform für die klassischen Themen des Software Engineerings gedacht, doch wurde mit der Zeit das behandelte Themenspektrum immer breiter und damit auch unschärfer. Nach meinem eigenen Gefühl stimmte ab dem letzten Jahr der Titel und die Intention des SWE-Blogs nicht mehr mit dem veröffentlichten Inhalt überein, worin im wesentlichen auch der Grund für meine nachlassende Aktivität lag. Hinzu kam, daß ich zu diesem Zeitpunkt auch wieder begonnen habe für Magazine zu schreiben und an der Organisation von Konferenzen wie beispielsweise der Berlin Buzzwords zu beteiligen.

Damit stand ich vor der Frage, das Bloggen gänzlich einzustellen und das SWE-Blog vom Netz zu nehmen oder das Bloggen in einer anderen Form fortzusetzen. logbuch@freiheitsgrade war die Antwort auf diese Frage. Wie beim Software Engineering Blog ist auch hier der Name Programm und soll die generelle Offenheit für alle Themen ausdrücken: Frei in den Themen und den Graden, wie diese intensiv diese behandelt werden.

Das SWE-Blog werde ich in den nächsten Monaten vom Netz nehmen. Einzelne Inhalte werden übernommen. Alte, ungepflegte Seiten gibt es im Netz schon genug, also kein Grund eine weitere dem hinzuzufügen.

Touch-Screen mit Nebeneffekt

Seit einiger Zeit steht auf meinem Schreibtisch zuhause ein Multi-Touch-Monitor, ein Acer T230H, mit dem ich grundsätzlich, abgesehen von dem billigen Einschalter, zufrieden bin.

Bei dem T230H handelt es ich um ein kapazitiv arbeitendes Gerät, das heißt, daß über der Monitoroberfläche ein elektrisches Feld aufgebaut wird. Berührungen erkennt ein solches Gerät über Veränderungen des Feldes, wenn sich zum Beispiel ein Finger der Oberfläche nähert und dadurch das Feld verändert wird.

So weit so gut. Heute war es in Berlin sehr heiß, erst der Abend hat Abkühlung gebracht, weshalb bei uns die Fenster geöffnet sind. Und diese Chance habe einige Insekten, angelockt vom Licht, genutzt, um sich Zugang in unsere Wohnung zu verschaffen.

Aber warum müssen sie jetzt auch noch den Monitor als Landebahn benutzen und so die Kontrolle über meinen Rechner übernehmen? ;-)

Auf der anderen Seite ist es auch interessant, solche unvermuteten Nebeneffekte beobachten zu können.

Conway’s Law

Mir kommt gerade mal wieder Conway’s Law in den Kopf:

…organizations which design systems … are constrained to produce designs which are copies of the communication structures of these organizations

Das Orginal gibt es unter http://www.melconway.com/research/committees.html auf der Homepage von Mel Conway. Immer mal wieder lesenswert, auch wenn es nie hoch wissenschaftlich bewiesen wurde.

stock.xchng, eine Bilderquelle

Wer für seine Arbeit nach freiverwendbaren Bildern sucht, sollte sich die Community-Seite stock.xchng ansehen.

Hier stellen Fotografen unter meist sehr liberalen Lizenzen ihre Fotos zur freien Verfügung. Sehr empfehlenswert, wenn man rechtlich auf der sicheren Seite sein will. Darüberhinaus sind viele Motive wirklich gut und in einer ausreichend hohen Auflösung verfügbar. Damit sollten die meisten semi-professionellen Ansprüche abgedeckt sein. Wer Themenserien oder ähnliches benötigt, wird allerdings auch weiterhin auf rein kommerzielle Anbieter ausweisen müssen.

Verweise
stock.xchng

Jump, jump, jump around

Das erste Mal ist es mir bei einer Präsentation von ImmobilienScout24 aufgefallen. Statt eine Folie nach der nächsten einzublenden, flog ich als Betrachter von einem Ausschnitt einer Folie zum nächsten. Halt, Folien gab es bei dieser Präsentation gar nicht mehr. Nur eine große Mindmap und ich flog als Betrachter von einem Auschnitt zum nächsten. Wie in einer geflogenen Parabel stieg mein Auge vom aktuell gezeigten Ausschnitt auf, der dadurch immer kleiner wurde und landete auf einem anderen Abschnitt der Gedankenkarte. So muß sich eine Mücke fühlen, wenn sie im Sommer nach der idealen Stelle sucht, um uns zu piesacken oder der Pilot eines Senkrechtstarters, der einen Parkplatz in der Innenstadt sucht.

Es ist eine Prezi!

Das zuerst faszinierende Geheimnis dahinter ist prezi.com, einem Dienst, der es einem erlaubt Präsentationen auf eine andere Art und Weise zu gestalten. Statt das wir einzelne Folien aufbauen, wird eine Mindmap erstellt, die dann während der Präsentation abgeflogen wird. Sieht man so eine Präsentation zum ersten Mal herrscht Faszination pur.

Ich habe es jetzt zweimal gesehen. Der Effekt hat sich bei mir aber nur ein Mal so richtig eingestellt und das war es auch schon. Wahrscheinlich muß jetzt meine Dosis erhöht werden. Und ehrlich, eine gute Präsentation ist “nur eine Tapete im Hintergrund”, wie einmal ein Professor von mir gesagt hat.

Was wirklich fasziniert

Auch wenn der Flug auf der Mindmap das dominierende ist, was mir und anderen im Kopf hängenen geblieben ist, ist etwas anderes bei genauerer Betrachtung viel faszinierender: das Verschwinden von Grenzen auf dem Bildschirm.

Klassische Office-Programm wie Word oder OpenOffice, aber auch Powerpoint waren ursprünglich für die Gestaltung von Drucksachen gedacht. Das was erstellt wurde, sollte als Endergebnis ausgedruckt werden. Damit war das Ergebnis auf die bekannten Papierformate physisch beschränkt. Das Web oder genauergesagt HTML hat diese Beschränkung zum ersten Mal aufgehoben. Aber nur in einer Richtung, nämlich vertikal. Konnte nicht alles auf einer Bildschirmseite darstellen, mußte gescrollt werden. Aber egal: Das wichtigste war der Bruch zu den klassischen Medien. War dort eine Seite voll, ging nicht mehr. Bei einer Webseite war das technisch nicht relevant.

Links und rechts sind aber die Grenzen bestehen geblieben. Zwar kennen viele Programme auch die Möglichkeit Inhalte ausschnittsweise anzuzeigen, aber dies war niemals zentrales Konzept. Die eigentliche Arbeitsfläche blieb immer beschränkt.

Grenzenlose Zukunft

Ich muß immer an den Anfang von Minority Report denken. Tom Cruise alias John Anderton steht vor einem riesigen trasparentn Display, das er durch Gesten steuert. Schnell holt er sich die Information “auf den Schirm”, die er braucht. Er zommt, schiebt und dreht. Apple hat dieses Konzept in einer ersten Form mit seinen Interface für das iPhone in den Massenmarkt geholt und ich bin mir absolut sicher, wir werden in den nächsten Jahren hier eine gewaltige Innovation im UI-Bereich erleben. Touchscreens werden ihr Nischendasein aufgeben und Massenprodukte mit Multi-Finger-Input werden. Windows 7 unterstützt Touchdisplays bereits und der Einstiegspreis liegt so rund um die 300.- Euro für ein Touchdisplay. Finger sind unsere natürlichen Aktoren, um mit der Umwelt zu interagieren, die Maus nur ein Hilfsmittel, eine Übergangslösung.

Jetzt fehlen nur noch die Bibliotheken, um die Interfaces der Zukunft auch in den Massenmarkt zu holen und nicht nur bestehende Konzepte aufzubohren. prezi.com zeigt diesen Ansatz und kann für Präsentationen eine ganz eigene Ästhetik entwickeln.

Nachtrag zu Alan Atlas’ Vortrag in Berlin

Vor ein paar Tagen habe ich ja schon einmal über den Vortrag von Alan Atlas zur Einführung von Scrum bei Amazon berichtet, über die er bei ImmobilienScout24 gesprochen hat.

Marion Eickmann von agile42 hat Altas kurz danach zum Berliner Scrumtisch eingeladen und das auch in ihrem Blog mit Fotos dokumentiert. Aus dem Blog heraus kann man auch die Präsentation herunterladen.

Isabel Drost hat sich die Zeit genommen und Atlas’ Vortrag in Ihren Blog ausführlich dokumentiert.

Was macht Scrum eigentlich aus?

Gestern bin ich auf dem Scrum-Symposium hier in Berlin von ImmobilienScout24 gewesen und hatte die Möglichkeit zwei Vorträge über Scrum in der Praxis zu hören.

Der erste beschäftigte sich mit Scrum bei ImmobilienScout24. Leider habe ich dank der vereisten Berliner Straßen das meiste davon verpaßt. Der zweite wurde Vortrag an diesem Abend wurde von Alan Atlas gehalten, der bei Amazon die Webservices-Sparte (mit?) aufgebaut hat. Altas erzählte auf eine sehr unterhaltsame Art und Weise, wie er bei Amazon Scrum eingeführt hat. Eine kurze Zusammenfassung kann hier gefunden werden.

Was aber für mich wieder am interessantesten zu beobachten war, war daß in den Fragerunden, fast egal wo man ist, immer wieder die gleichen Fragen auftauchen. Wie gehe ich mit dem Testen um? Wie plane ich richtig und auch über längere Zeiträume? Wo bleibt der Architekt und was macht er? Wie tue ich dies oder jenes? Warum sagt und Scrum nicht, wie wir das zu tun haben? Einige Punkte hierzu werden von auch von Uncle Bob angesprochen oder auf XING in der Scrum-Gruppe diskutiert.

Der Kern von Scrum

Scrum hat kein Problem. Das was einige für ein Problem halten, ist die Grundeigentschaft von Scrum. Scrum ist wie viele agile Prozesse schlank aufgestellt und bringt nur wenige Regeln mit. Doch wir wollen an die Hand genommen werden und in Sicherheit sein, in dem wir die Regeln befolgen, die es gibt. Gibt es diese nicht, fühlen wir uns unsicher.

Bleibt also die Frage, was Scrum ist, wenn es uns doch keine Antwort auf alle Fragen in jeder Situation ist?

Scrum kann ganz einfach auf folgendes heruntergebrochen werden:

  • Scrum ist Selbstorganisation. Wir sind angehalten uns selber die Regel zu geben, die wir für richtig halten.
  • Scrum ist Kommunikation. Dadurch sollen wir anfangen uns auszutauschen, gemeinsam Probleme zu lösen und Wissen zu verteilen.
  • Scrum ist kontinuierliche Verbesserung. Probleme sollen nicht auf die lange Bank geschoben werden, sondern aktiv gelöst.

Dafür gibt uns Scrum ein Rahmenwerk mit ein paar Regeln und Rollen. Umsetzen müssen wir es. Das ist schwer, aber auch sehr spannend.

Ein Freund meinte einmal zu mir, daß das doch alles “gesunder Menschenverstand” sei. Sicherlich ja, aber beherzigen wir den auch immer?